Caritas-Altenpflegeheim St. Laurentius - Neuigkeiten aus unserem Haus

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Patronatsfest

Melodische Klänge und harmonische Worte

Patronatsfest 2011
Patronatsfest 2011

"Gracioso Chamber Coir" - schon der Name klingt musikalisch. Das Ensemble sang im Gottesdienst zum Patronatsfest in der Kapelle St. Laurentius. Genauer gesagt 10 Mitglieder des sonst etwa 15-köpfigen Chors unter der Leitung des Dirigenten Robin Pangaribuan. Die Gruppe besteht hauptsächlich aus indonesischen Mitgliedern, es sind aber weitere Sänger und Tänzer aus aller Welt hinzugekommen. Diakon Dr. Richard Goritzka gestaltete einen lebendigen und persönlichen Gottesdienst. Dabei betonte er den guten Geist des Hauses und den liebevollen und geduldigen Umgang miteinander. Als Heimbeirat weiß er auch, wovon er spricht.
Nach dem Gottesdienst fanden sich die etwa 150 Gäste im Foyer und im Speisesaal ein. Bewohner, Angehörige und Mitglieder der katholischen sowie evangelischen Gemeinde waren gekommen, um mitzufeiern. "Die Stimmung war so gut wie selten", so Einrichtungsleiter Heiko Baro. Die Küche sorgte mit Bratwürsten, Hacksteaks, Salaten und Roter Grütze zunächst für das leibliche Wohl. Anschließend gab der Chor noch eine spontane Einlage und tanzte sogar mit den Bewohnern. Und das war nur eine kleine Kostprobe: Das Ensemble wird am 11.September in St. Laurentius ein Konzert geben, auf das sich jetzt schon alle sehr freuen.

Fachtag Demenz

Caritas Bremen präsentiert Angebote auf Bremer Marktplatz

Fachtag Demenz
Caritas-Team beim Fachtag Demenz

"Es ist meist schon einiges passiert, bevor sich jemand Unterstützung holt", sagt Nicole Rehmstedt. Sie gehörte zum Team, das beim 5. Bremer Fachtag Demenz die Angebote der Caritas Bremen präsentierte. Zahlreiche Menschen besuchten die Stände auf dem Bremer Marktplatz und fragten interessiert nach, welche Hilfen es für Angehörigen gibt oder auch für sie selbst. "Oft sind die Angehörigen schon ziemlich belastet. Sie kommen gezielt und erkundigen sich, was sie tun können."
Die Caritas war beim Fachtag Demenz gleich zweimal vertreten. Zum einen mit einem eigenen Stand. Dort zeigten die Tagespflege und die stationären Einrichtungen, was sie tun, um Menschen mit Demenzerkrankung das Leben lebenswert zu gestalten. Dabei spielen zum Beispiel Düfte eine Rolle oder auch Musik. Das Dienstleistungszentrum Huckelriede/Buntentor war am Stand der Demenz Informations- und Koordinationsstelle (DIKS) beteiligt.

Messe "Leben und Tod"

Caritas Bremen präsentiert Ihr Hospiz-Konzept

Messe Leben und Tod
Stand der Caritas Bremen auf der Messe Leben und Tod

Alter, Krankheit und Tod? - Darüber mag man eigentlich nicht nachdenken, geschweige denn reden. Die Messe "Leben und Tod" beschäftigt sich mit genau diesen Themen und hat nun bereits zum zweiten Mal eindrucksvolle Einblicke in eine Welt gegeben, vor der wir aber gerne die Augen verschließen - obwohl der Tod zum Leben gehört. Von Informationen über Kinderhospiz und Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen für suizidgefährdete Menschen, den Umgang mit Trauer bis zur Gestaltung von Särgen und Urnen.
Die Pflegeeinrichtungen der Caritas Bremen gehen das Thema Tod bewusst an und haben auf der Messe einen umfassenden Einblick in die Betreuung und Pflege schwer kranker und sterbender Heimbewohner gegeben. Im Gespräch mit den Fachkräften konnten sich die Besucher direkt informieren und sich beraten lassen. Themen waren: Wie können schwer kranke Patienten begleitet werden? Welche Möglichkeiten gibt es mit dem nahenden Tod umzugehen? Wie kann dem Sterbenden ein würdevoller Abschied bereitet werden? Und wie kann Trauerarbeit aussehen?
Im Vordergrund der Pflege und Betreuung der Heimbewohner steht der einzelne pflegebedürftige Mensch mit seinen ganz eigenen Bedürfnissen. Im Altenzentrum St. Michael gibt es dafür einen sogenannten Hospizwagen, in dem sich alles findet, was dem Sterbenden die letzten Stunden und Tage so angenehm wie möglich machen soll. Mit Hilfe von Düften, Kerzen und Musik kann der Umgang mit dem nahenden Tod sowohl für die sterbende Person als auch für die Angehörigen erleichtert werden. Dabei kommt es auch immer darauf an, sich auf die Person ganz einzulassen und herauszufinden, was gerade diesem Menschen gut tut. So bauen die Pflegekräfte eine enge Beziehung zu den Heimbewohnern auf und sind für sie ebenso wie für die Angehörigen eine nahe Bezugsperson. "Oft sind die Angehörigen sehr dankbar, dass wir ihnen ein Teil der Last und der schwierigen Situation abnehmen und den Sterbenden in seinen letzten Stunden begleiten", sagt Danuta Klingenberg, gerontopsychiatrische Fachkraft in St. Michael.
Es geht vor allem darum, sich um das ganzheitliche Wohlbefinden der sterbenden Personen zu kümmern und dazu gehört es auch möglichst viele Sinne anzusprechen. Noch einmal das Lieblingsessen wirklich schmecken zu können, stellt gerade für Menschen, die jahrelang über die Sonde ernährt wurden, ein Gewinn an Lebensqualität dar. Das sogenannte "Smoothfood" ist besonders weich und cremig und daher vor allem für Patienten mit Schluckbeschwerden sehr gut essbar. Besucher konnten das Smoothfood am Messestand der Caritas testen und waren positiv überrascht.
Genauso wichtig wie z.B. das Essen ist aber auch der Körperkontakt zu den Betroffenen. Allein das Halten der Hand vermittelt Wärme und gibt das Gefühl, nicht allein zu sein. So wird auch ohne Worte eine Beziehung zueinander aufgebaut, die Geborgenheit schenkt. Eine Hand- oder Fußmassage kann den ganzen Körper entspannen, Anspannungen und Verkrampfungen lockern und so auch innerliche Ruhe bewirken "Jede Situation ist anderes und jeder Menschen reagiert anders. Gerade bei demenzkranken Patienten bedarf es deshalb schon etwas Fingerspitzengefühl, um zu erfahren, was der Person gut tut", sagt Andrea Heinrichs vom Haus St. Elisabeth.
Dass den Pflegeheimen der Caritas das ganzheitliche Wohlbefinden seiner Bewohner am Herzen liegt, zeigt auch der unermüdliche Einsatz von Therapiehund-Azubi Paula. Die Hündin erfreut durch ihr sanftes Gemüt die Heimbewohner und auch auf der Messe zog sie innerhalb kurzer Zeit alle in ihren Bann. Im Alltag ist Paula mit Sylvia Lorenz im Einsatz und erfreut allein durch ihre Anwesenheit die Bewohner des Altenpflegeheim St. Laurentius. Besonders gern mag es Paula, wenn zusammen gesungen wird. "Dann ist sie immer sofort zur Stelle und will dabei sein", sagt Sylvia Lorenz, Pflegedienstleiterin im Altenpflegeheim St. Laurentius.
Auch nach dem Tod werden die Angehörigen der Caritas-Pflegeheimbewohner weiter begleitet und mit ihrer Trauer nicht allein gelassen. Einmal im Jahr findet eine Gedenkfeier für Freunde und Verwandte der Verstorbenen statt. "Diese Gedenkfeiern finden großen Zuspruch bei den Angehörigen, denn so können Freunde und Pfleger noch einmal gemeinsam inne halten und der Verstorbenen gedenken", sagt Andrea Heinrichs vom Haus St. Elisabeth. So ist es bei diesen Gedenkfeiern bereits ein festes Ritual, für jeden Verstorbenen eine Kerze anzuzünden und aus dem "Buch des Lebens" vorzulesen. In dieses Buch haben Angehörige, Freunde und Pfleger zu Lebzeiten der nun Verstorbenen Ereignisse, Erlebnisse, Gedichte oder Zitate geschrieben und halten dadurch die Erinnerung an die Toten wach. Die Messe "Leben und Tod" hat so einen Raum geschaffen, in dem man die Scheu vor dem Thema Tod ein wenig verliert, wo man ansprechen kann, was in der Öffentlichkeit oft lieber verschwiegen wird und die zeigt, dass zu einem bewussten Leben eben auch eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Tod gehört.

Autorin: Felicitas Kruke, ehrenamtliche Caritas-Reporterin

Neuigkeiten aus unserem Haus

Mit Herz und Verstand: 15 Pflegekräfte absolvieren Hospizkurs

Absolventen Hospizkurs 2011
Absolventen Hospizkurs 2011

Das geht unter die Haut: Es ist ein höchst sensibles Thema, mit dem sich 15 Pflegekräfte der Caritas Bremen jetzt beschäftigt haben: Die Begleitung von Bewohnern, die im Sterben liegen. Die Caritas hat gemeinsam mit dem Hospiz Horn e.V. zum zweiten Mal eine Schulung durchgeführt. Dabei hatten die Caritas-Mitarbeiter drei Ziele:

1. Dem Bewohner einen würdigen letzten Lebensabschnitt bereiten
2. Die Angehörigen begleiten und
3. Sich selbst für die oft schwierige Situation stärken

In 80 Kursstunden haben die Teilnehmer unterschiedliche Themenbereiche kennen gelernt. Zum einen erfuhren sie viel darüber, wie sie Kontakt zu den Sterbenden herstellen, wie sie sie wahr- und annehmen, bzw. mitfühlen. Sie besuchten unter anderem eine Palliativstation, ein stationäres Hospiz und ein Bestattungsinstitut. Besonders wichtig war natürlich auch die Frage: Wie Verhalte ich mich bei den verschiedenen Krankheitsbildern und mit welchen unterschiedlichen Professionen/Diensten kann ich in dieser Phase verstärkt zusammenarbeiten? Wie sehen Palliativpflege sowie Palliativmedizin aus. Im Kurs ging es außerdem sowohl um ethische Fragen als auch um rechtliche, z. B. zur Bedeutung von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

Die Caritas Bremen will den Bewohnern in ihren Pflegeeinrichtungen einen würdigen Abschied ermöglichen und dankt den Pflegekräften, dass sie sich freiwillig engagiert haben, um ihren Teil dazu beizutragen.